Lieber so – oder doch so?

Wie wir unsere Umwelt wahrnehmen und wie sie sich auf uns auswirkt wird seid Jahrhunderten untersucht. Von der alten Kunst des Feng Shui bis zum Studium der Architektur-Phänomenologie aus den frühen 50ern versuchen wir zu verstehen, wie wir uns physisch und emotional mit einem Raum verbinden.

Angefangen bei Licht und Schatten zur Objektplatzierung über Materialien, Farben und Zubehör – selbst der kleinste Aspekt eines Raumdesigns kann beeinflussen, wie wir uns darin fühlen. Das bedeutet, dass Raumdetails, abhängig vom gewünschten Ergebnis, in eine bestimmte Kategorie fallen sollten, um einen bestimmten Eindruck oder eine Atmosphäre zu schaffen. Um das zu demonstrieren, haben wir im pCon.planner dasselbe Möbelstück in zwei völlig verschiedene Umgebungen gesetzt – eine gemütliche, beruhigende und eine luftig leichte Umgebung. Um diese Veränderungen zu erhalten, haben wir uns auf die folgenden Aspekte konzentriert: Beleuchtung, Materialien und Farben sowie Zubehör.
So, oder doch lieber so? Was ist Ihr Favorit?

Beleuchtung

Der Einsatz von Licht, sowohl künstliches wie natürliches, hat einen enormen Einfluss auf die Wahrnehmung eines Raumes. Auf der linken Seite dominiert natürliche Beleuchtung den Raum. Physisch gesehen macht das den Raum heller, leichter und viel offener. Psychologisch hält das Licht den Cortisolspiegel hoch und somit den Stressfaktor niedrig.

Auf der rechten Seite dominiert künstliches Licht den Raum. Spotlichter erzeugen längere und schärfere Schatten, die dem Raum einen dramatischeren Look verleihen. Durch die Reduzierung von Licht gegenüber dem linken Bild wird der Raum warm und gemütlich.

Einen Schritt weiter als das manuelle Platzieren von Lichtern geht es, wenn HDR Bilder als Lichtquelle verwendet werden, um eine bestimmte Stimmung zu erzeugen.

Materialien und Farben

Farbschemata und Materialien sind wohl die prominenteste Art, wenn es darum geht, den Look & Feel eines Raumes zu ändern. Studien über Studien zeigen, dass bestimmte Farben entspannend und beruhigend sind, einige sind anregend für die Produktivität, andere können geradezu anstrengend sein. In dem obigen Beispiel haben die warmen Farben im vergleich zu den kalten Farben den Raum komplett verändert. Schon gewusst? Weiß oder Pastelltöne sind nicht die einzigen Farben, die einen Raum erhellen und vergrößern, auch nautische bzw. vom Meer inspirierte Farben tun das. In Bezug auf Materialien bleibt zu sagen: Halten Sie sie leichtgewichtig – wie Gardinen oder Korbmöbel.

Im Kontrast dazu sind schwere Materialien wie beispielsweise dicke Vorhänge für einen warmen Look besser geeignet. Die Farben auf dem rechten Bild sind viel wärmer. Denken Sie daran, dass Farben nicht unbedingt dunkler sein müssen, dafür besser gedämpft oder abgeschwächt. Gelb kann zum Beispiel eine extrem beruhigende und warme Farbe sein, wenn Sie einen cremigen oder buttrigen Ton wählen.

Accessoires

Natürlich können die feinen Details auch einen großen Unterschied im Eindruck eines Raumes machen. Wenn Sie Zubehör hinzufügen, denken Sie immer daran, was Sie mit dem Raum vermitteln wollen. Soll es ein gemütliches, warmes Wohnzimmerfeeling sein? Wie wäre es dann mit dein paar großen Kissen oder einer dicken Decke auf der Couch! Ganz wichtig ist dabei die physikalische Wärme – auf einem kalten Holzböden kann ein flauschiger Plüschteppich das ganze Zimmer erwärmen.

Und wenn’s bewusst heller und kühler sein soll, dann sagt man so schön: Less is more! Ein paar Bilder an die Wand und ein paar Pflanzen sind ausreichend, um den Raum interessant, aber nicht überladen zu machen.

Und jetzt sind Sie dran! Kombinieren Sie die vorgestellten Elemente, um die richtige Stimmung für jeden Raum zu kreieren, an dem Sie arbeiten. Wenn sich in Ihrem Konzept etwas nicht richtig anfühlt, dann reicht es oft schon, ein kleines bisschen an Belichtung und Farbe zu drehen und voila – etwas völlig neues entsteht!

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Eine Antwort auf Lieber so – oder doch so?

  1. 15. August 2016 um 11:45 sandra sagt:

    Sehr interessanter Artikel. Hoffe Sie veröffentlichen in regelmäßigen Abständen solche Artikel dann haben Sie eine Stammleserin gewonnen.Vielen Dank für die tollen Informationen.

    Gruß Sandra