3D-Raumplaner mit Geschichte

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint, reicht die Geschichte des pCon.planners mehr als 15 Jahre zurück. Zu jener Zeit begann man damit, Programme zur virtuellen Raumplanung zu entwerfen und Erfahrungen auf diesem Gebiet zu sammeln. Im heutigen Post geben wir Ihnen einen Einblick in die von EasternGraphics entwickelten Applikationen, ohne die der heutige pCon.planner sicher nicht möglich gewesen wäre.

Kurz nach der Firmengründung im Jahr 1995 kam Hülsta auf das junge Unternehmen zu. Zur Realisierung eines EU-Projekts, in dem ein regelbasiertes Datenmodell und Planungssystem entwickelt werden sollte, suchte man einen Technologiepartner. Mit der Applikation, die dann basierend auf den Projektergebnissen unter dem Namen now!plan realisiert wurde, konnte ein Raum in 3D geplant und spielerisch-interaktiv, aber dennoch komplett regelbasiert mit Möbeln ausgestattet werden. Außerdem war es möglich, Bilder der Planungsszene zu rendern.

Now!plan by Hülsta

Im Nachgang von now!plan entwickelte EasternGraphics für verschiedene Unternehmen firmenspezifische Planungslösungen wie etwa das König+Neurath Planungssystem. Parallel dazu arbeitete man am Planungssystem inhouse – einer endanwenderorientierten Raumplanungssoftware- und am F&C Planen. Letzteres wurde als Profi-System vorgesehen und realisiert, was vor allem bedeutete, dass es den Maßgaben der 2D-orientierten CAD-Planungsweise entsprach.

1998 beauftrage der Verband Büro-, Sitz- und Objektmöbel e.V. (BSO) EasternGraphics mit der Entwicklung des Datenstandards OFML (Office Furniture Modeling Language). Das Ziel bestand darin, eine einheitliche Beschreibungsform für Möbel zu etablieren, die sich durch eine hohe Variantenvielfalt auszeichnen. Das damalige System, was unter dem Namen OFML-Planner eingeführt wurde, integrierte die Konfiguration von Daten auf eine bisher nicht da gewesene Art und Weise. So konnte man über einen Eigenschaften-Editor die Merkmale von Objekten direkt verändern und die angepassten Daten sofort nutzen.

OFML Planner

Mit der Einführung der Dachmarke pCon kam es im Jahr 2003 zu einer Umbenennung der Produkte. Der bis dahin bekannte OFML-Planner wurde im Juli desselben Jahres als pCon.planner 3 in den Markt eingeführt. In den Folgejahren wurden Version 4 (Februar 2004-Februar 2007) und 5 (ab Februar 2007 bis heute) entwickelt.

pCon.planner 5 Oberfläche

Parallel zur Arbeit am pCon.planner 5 begann das Unternehmen ab 2008 eine neue Generation des pCon.planners zu entwerfen.

Der im März 2009 freigegebene pCon.planner 6 unterscheidet sich konzeptionell in vielerlei Hinsicht von seinen Vorgängern. So wird in der neuen Version durchgängig dreidimensional gearbeitet, wobei dem Anwender gleichzeitig verschiedene Ansichten und Darstellungsmodi zur Verfügung stehen. Dadurch werden Interaktionen des Nutzers vereinfacht und Arbeitsabläufe im Planungsprozess beschleunigt.
Eine zweite fundamentale Neuerung im pCon.planner 6 besteht in der Verwendung des DWG-Formats. Durch dessen hohe Bekanntheit und Verbreitung in Bereichen wie etwa der Innenarchitektur profitieren von nun an weit mehr Nutzer als bisher von den Möglichkeiten der Software.

pCon.planner 6 Oberfläche

Ein dritter wichtiger Unterschied zwischen dem pCon.planner 6 und seinen Vorgängern zeigt sich in den erweiterten Präsentationsmöglichkeiten von Planungen. Neben qualitativ hochwertigen Renderings können auch Animationen der Planungsszene erstellt und ins Web hochgeladen werden.

Derzeit liegt der pCon.planner in Version 6.3 vor. Für Ende September 2011 ist ein weiteres Release geplant. Man darf gespannt sein, welche Neuerungen die Zukunft bringt.

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3 Antworten auf 3D-Raumplaner mit Geschichte

  1. 15. Juli 2011 um 16:48 Hartwig sagt:

    Schoener Blog, ich komme nun oefter

  2. 1. November 2012 um 12:38 Thomas sagt:

    Das paßt gerade. Ich möchte Möbel von Hülsta Now time im Pconplanner integrieren. Aber wie komme ich an die 3d-Objekte?

    Schöne Grüße
    Thomas

    • 2. November 2012 um 10:55 Anna sagt:

      Hallo Thomas,

      im pCon.planner kannst du 3D-Daten verschiedender Standardformate verwenden. Wenn du also schon Daten hast, kannst du sie in den pCon.planner importieren. Ansonsten kannst du dich in der 3D-Galerie von Google nach den entsprechenden Objekten umschauen.
      Wenn du dort nicht fündig werden solltest, müsstest du dich bitte an Hülsta wenden.

      Viele Grüße
      Anna