Schlechte Darstellung trotz neuen Notebooks?

Hinweis: Microsoft hat im Frühjahr 2014 den Support für Windows XP eingestellt – nähere Infos dazu gibt es auf den Seiten von Microsoft.
Seit dem Release im Herbst 2014 können auch wir keine Garantie für die reibungslose Funktionalität unserer Software auf Rechnern mit Windows XP geben. Mehr dazu können Sie im EasternGraphics-Newsletter lesen.

Einige unserer Anwender haben uns darauf hingewiesen, dass die grafische Darstellung im pCon.planner trotz neuester Hardware in ihrem Notebook nicht einwandfrei arbeitet bzw. das Programm abstürzt. Dessen wollen wir uns natürlich annehmen, der Sache auf den Grund gehen und eine Lösung anbieten.

Zunächst muss man festhalten, dass der pCon.planner eine reine 3D-Applikation ist, die letztlich nur durch den Einsatz entsprechender Technologien wie etwa OpenGL ihre komplette Leistungsfähigkeit entfaltet. Notwendig dafür ist der Einsatz von echten, in der Fachsprache auch als dediziert bezeichneten 3D-Grafikkarten.

Häufig werden Laptops mit so genannten Onboard-Grafiklösungen ausgestattet. Dabei handelt es sich um stromsparende Grafikkarten, die zwar einen Großteil der allgemeinen Anforderungen an den Büroalltag erfüllen, jedoch im Bereich der 3D-Anwendungen nur mit Einschränkungen eingesetzt werden können.

Heutzutage werden viele Notebooks verkauft, die sowohl einen einfachen Grafikchip wie eine dedizierte Grafikkarte enthalten. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Hybriden. Nun besteht häufig das Problem, dass man sich als Nutzer darüber wundert, dass 3D-Anwendungen nur eingeschränkt funktionieren, obwohl man ein aktuelles System mit 3D-Karte besitzt –wo wir beim aktuellen Problem wären. Das liegt daran, dass den Anwendungen oft erst der 3D-Grafikprozessor zugewiesen werden muss.

Wenn Sie über ein Notebook verfügen, dass mit zwei Grafikkarten arbeitetet und bei Ihnen Probleme mit dem pCon.planner hinsichtlich der Darstellungsqualität bestehen bzw. das Programm öfters abstürzt, könnte die folgende kurze Anleitung hilfreich sein. Auch wenn Sie nicht über die exakte Konfiguration, wie unten beschrieben, verfügen sollten, stellt dies kein Problem dar. Bei anderen Systemen finden sich ähnliche Einstellungen wieder.

Zunächst klären Sie, ob zwei Grafikkarten im System installiert sind. Mit dem Windows Gerätemanager lässt sich dies leicht herausfinden. Dorthin gelangen Sie bei Windows 7/Vista über:

Windows-Start-Button / Systemsteuerung / Geräte-Manager.

Bei Windows XP: Start-Button / Systemsteuerung / System / im Systemdialog den Reiter Hardware wählen / Geräte Manager

Schlechte Darstellung trotz neuen Notebooks?

Unser Testrechner -ein Thinkpad T410i- besitzt einen Intel (HD) – Graphics-Chip (also eine Onboard-Grafikkarte) sowie eine NVIDIA NVS 3100M (dedizierte 3D-Karte).

Bisher ist dem pCon.planner kein Grafikprozessor zugewiesen worden, weswegen er standardisiert die Onboard-Karte nutzt. Dies ändern wir jetzt.

Auf dem Windows-Desktop klicken Sie einmal rechts und wählen aus dem sich öffnenden Kontextmenü den Eintrag NVIDIA Systemsteuerung. Sollten Sie dort keinen Eintrag finden, gehen Sie in die Windows-Systemsteuerung und öffnen Sie von dort die NVIDIA Systemsteuerung.

Im linken Navigationsmenü der sich öffnenden Anwendung finden Sie unter dem Punkt 3D-Einstellungen den Punkt 3D-Einstellungen verwalten.

Schlechte Darstellung trotz neuen Notebooks?

Im rechten Bildschirmbereich finden Sie dann verschiedene Einstellungsmöglichkeiten. Sie können beispielsweise global festlegen, welcher Grafikprozessor standardisiert benutzt werden soll.

Schlechte Darstellung trotz neuen Notebooks?

Oder Sie gehen auf Programmeinstellungen, fügen den pCon.planner als Applikation hinzu und wählen die 3D-Karte (in diesem Fall NVIDIA) als Grafikprozessor aus.

Schlechte Darstellung trotz neuen Notebooks?

Nachdem Sie diese Einstellungen vorgenommen haben, klicken Sie auf Übernehmen und starten den pCon.planner neu.

Hinsichtlich der Darstellungsqualität sollten sich nach der Umstellung signifikante Verbesserungen ergeben.

Noch als Tipp
Manchmal besteht die Möglichkeit die Option zur Auswahl des Grafikprozessors ins Windows Kontextmenü einzubinden. Allerdings muss dieser Eintrag erst über die entsprechende Software freigeschaltet werden.  In der NVIDIA Systemsteuerung Version 3.4.772 finden Sie dies unter Ansicht / Mit Grafikprozessor ausführen dem Kontextmenü hinzufügen.

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